ADAC testet kleine Anhänger - Zwei von Sechs fallen durch

30. Apr. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 316 mal gelesen
ADAC testet kleine Anhänger - Zwei von Sechs fallen durch
Anhänger Test des ADAC: Zwei Hänger fallen komplett durch, allgemein birgen kleine billige Hänger oft Risiken

Pkw-Anhänger mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 750 Kilogramm sind vor allem für die private Nutzung weit verbreitet. Der ADAC hat jetzt sechs ungebremste Anhänger in der Preisklasse bis 770 Euro [ getestet ]. Das Ergebnis: Drei der einachsigen Anhänger zeigen deutliche Schwächen, zwei davon fallen sogar durch.

Bei den Anhängern MST71A der Firma Stedele (549,99 Euro) und TL - EU2-AR von TPV-Trailer (579 Euro) besteht die Gefahr, das der Reifen bei Ausweichversuchen in voll beladenem Zustand den Rahmen beziehungsweise den Aufbau touchiert. Die Folge können Reifenschäden und Beeinträchtigungen im Fahrverhalten sein. Zudem kann ungenügende Reifenfreigängigkeit bei der Hauptuntersuchung als erheblicher Mangel gewertet werden - damit erlischt die Betriebserlaubnis. Beim getesteten Anhänger von Stedele wurden für den Radtyp nicht vorgesehene Radbolzen verbaut.



Doch auch der teuerste Anhänger im Test, der Unsinn WEB10 (769 Euro), zeigt Schwächen: Er verliert im Dauerhaltbarkeitstest die Holzschrauben am Unterboden, die zur Fixierung des Ladebodens dienen. Die verlorenen Schrauben reduzieren nicht nur die Stabilität des Hängers, sondern werden vor allem zum Sicherheitsrisiko für den nachfolgenden Verkehr. Das führt zu Punktverlust und somit zum ADAC Urteil 3,6.

Testsieger mit dem ADAC Urteil "gut" ist der Stema Variolux 750 (699,99 Euro, Gesamtnote 2,3) mit bestem Fahrverhalten und gute Noten in der Handhabung. Zweitplatzierter ist der Brenderup 1205SUB750 für 599 Euro mit der Note 2,5. Grosses Plus: Der Brenderup besitzt eine klappbare Deichsel, durch die er platzsparend abgestellt werden kann. Positiv ist neben der Kippfunktion auch die Ausstattung mit Sicherungsseil und einem 13-poligen Anschlussstecker.



"Befriedigend" (Note 2,7) lautet das ADAC Urteil zum günstigsten Pkw-Anhänger im Test: Den Humbaur Steely gibt es bereits für 429 Euro. Auffallend: die sehr guten Sicherheitshinweise in der Bedienungsanleitung und die umfangreiche Zubehörliste. Negativ: Unebenheiten werden beim Fahren kaum abgefedert. Der Steely-Anhänger ist – wie drei weitere Testkandidaten – nur mit einem 7-poligen Anschlussstecker ausgestattet. Dieser überträgt – anders als ein 13-poliger Stecker – zum Beispiel kein Rückfahrtlicht.

Der aktuelle ADAC Test zeigt zudem: Bei fast keinem Anhänger ist das genaue Leergewicht angegeben. Der Nutzer weiss so nicht, wieviel er zuladen darf, um das zulässige Gesamtgewicht nicht zu überschreiten. Um die Sicherheit zu erhöhen, fordert der ADAC deshalb deutliche Hinweise am Anhänger zu Nutzlast, Luftdruck und Ladungssicherung. Ausserdem empfiehlt der ADAC ein Sicherungsseil, das in einigen europäischen Ländern bereits gesetzlich vorgeschrieben ist, sowie den 13-poligen Stecker als Standard einzuführen.

Quelle: hs/adac | Fotos: ADAC, Polizeipräsidium Mittelhessen




WEITERE PASSENDE NACHRICHTEN ZUM ARTIKEL

Bezahlte Empfehlung | Anzeige


VIDEO TIP AUS UNSEREM KINO



SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige


Social Media und Kontakt

Facebook

social

Twitter

social

Youtube

video

Dailymotion

video

Newsletter

kontakt

E-Mail Box

kontakt


Bezahlte Empfehlung | Anzeige



Bezahlte Empfehlung | Anzeige


SERIEN & SPECIALS BEI JOHNTIM.DE


Bezahlte Empfehlung | Anzeige