Asia Cross Country: Dschungel-Dakar in Thailand und Myanmar

7. Aug. 2019 I Autor: Hansy Schekahn I 447 mal gelesen
Asia Cross Country: Dschungel-Dakar in Thailand und Myanmar
Mit Vollgas durch den Dschungel - wenn es geht. Die Asia Cross Country Rally kann auch schlammig sein...

Kennen Sie die "Asia Cross Country" Rally? Auch in Südost-Asien liebt man den Offroad-Motorsport, selbst wenn dieser dort nicht so sehr ausgeprägt ist. Was die "Rainforest Challenge" in Malaysia für die Trophy Szene, ist die "Asia Cross Country" für die Rallyraid-Szene. Entsprechend interessant ist die "Familie", die sich alljährlich zu den grössten Rallyraid-Veranstaltung der Region trifft. In diesem Jahr geht es in 6 Etappen vom 10. bis 16. August von Pattaya in Thailand bis nach Naypyitaw ins nördliche Nachbarland Myanmar. 2.200 Kilometer stehen auf dem Plan - und die sind nicht ohne.

2.200 Kilometer durch den dichten Regenwald-Dschungel Südost-Asiens

Anstatt Wüste und Steppe ist die Rally grün, sehr grün. Es geht durch den Dschungel, über Reisfelder und mitten durch kleine, einsame Ortschaften. Auf Speed und Navigation, wie sonst im Rallyraid auch. Aber mit wesentlich mehr Wald und Wasser. So ist die Asia Cross Country Rally stellenweise fast mit einer "Rally Breslau" zu vergleichen - Schlamm, Regen und rutschige Passagen sind keine Seltenheit sondern gehören dazu. Nur eben ohne Windeneinsatz.



Wer einmal in Südost-Asien an einer Rally teilgenommen hat, merkt sofort den Unterschied: Es geht wesentlich familiärer und partnerschaftlicher zu. Anstatt in Aussencamps übernachtet man jeden Abend in Hotels, in denen man auch gemeinsam frühstückt und zu Abend isst. Und feiert. Vieles ist etwas anders als bei den von uns gewohnten Rallys: Das geht schon bei den Autos los. Zwar gibt es auch die Klassen T1 (Prototypen), T2 (seriennah) und T3 (SSV Buggies) - aber zum einen sind die dortigen T1-Prototypen noch relativ harmlos und bei uns eher als T2 zu sehen, zum anderen gibt es dort noch keine SSV. Neben Autos ist die Rally noch offen für Motorräder, Quads - und Motorrad-Seitenwagen. Ja, richtig gelesen, zwei Teilnehmer starten in einer eigenen Seitenwagen-Kategorie.



Thailand ist das Mekka der Pickups, nach den USA werden hier am meisten Pickups gekauft und gefahren. Kein Wunder, werden doch viele Pickups in Thailand für den asiatischen Raum (oder die ganze Welt) gebaut. Beispiele sind der Isuzu D-Max, Mitsubishi L200 (hier Triton genannt) oder Nissan Navara. Entsprechend viele Pickups nehmen an der Rally teil - aber eben nicht nur. Mit 10 Fahrzeugen ist der Toyota Hilux (alle fast seriennah) das beliebteste Auto, gefolgt von 8 Isuzu D-Max, 3 Suzuki Jimny, 3 Toyota Land Cruiser sowie Autos wie Mitsubishi L200, Ford Raptor, Toyota Tacoma, Toyota FJ Cruiser, Toyota Fortuner, Jeep CJ-7, diverse Ssangyong und sogar ein indischer Hindustan Ambassador.

Das Starterfeld ist nicht sehr gross - aber perfekt für diese Rally

In diesem Jahr sind 36 Motorräder, 2 Motorrad-Seitenwagen, 34 Autos (19 T1-Diesel, 11 T1-Benziner, 4 T2) und 3 Autos in der Adventure-Klasse am Start. Das klingt erstmal nicht viel, ist aber für diese Art von Rally eine perfekte Teilnehmerzahl. Uns interessieren natürlich die Autos und hier fällt eine weitere Besonderheit auf: Viele Länder schicken ihre eigenen "Werksteams" und machen selbst aus der Vorbereitung und Anreise eine Riesen-Show. Wie z.B. Mitsubishi Vietnam. Die haben einen nagelneuen L200 Pickup aufgebaut, die Abfahrt in Vietnam mit einer "Pre-Start Show" inklusive Torbogen gefeiert, die Anreise wird auf Facebook dokumentiert und zelebriert. Auch Reifenhersteller geben sich die Klinke in die Hand und schicken regionale "Werks"-Teams.



Die Teilnehmer (bei den Autos) kommen in diesem Jahr aus Thailand, Myanmar, Vietnam, Taiwan, Indonesien, Kambodia, Malaysia, Südkorea und Japan. Aus Japan stammen übrigens auch die Veranstalter, auch wenn die Rally (selbst für lokale Verhältnisse) fern der Heimat abläuft. Und auch bei Frauen ist die Rally beliebt: Neben zwei reinen Frauen-Teams (starten mit Mitsubishi L200 und Ssangyong Rexton) sind bei weiteren 5 Rallyautos Frauen die Navigatoren. Europäer sind in diesem Jahr - mit Ausnahme eine Schotten bei den Motorrädern - nicht am Start. Aber das kann man ja ändern.



Auf den Geschmack gekommen? Wer einmal in Asien mitfahren möchte, sollte sich auf jeden Fall bei einer der zahlreichen Teams vor Ort einmieten - das ist unterm Strich wesentlich billiger und einfacher, als ein eigenes Auto via Container nach Südost-Asien zu bringen. Und die Locals haben Erfahrung darin. Die Preise für eine Teilnahme sind verhältnismässig human: Ein Auto mit zwei Personen inklusive Hotels etc. kostet 3.600 US-Dollar (ca. 3.200 Euro), ein Servicefahrzeug inklusive 2 Personen liegt bei 1.800 USD (1.600 Euro), jede weitere Person im Team wird mit 900 USD (ca. 800 Euro) berechnet. Wer mehr wissen will: [ HIER ] gehts zur offiziellen Webseite.

hs/schekahn | Fotos: Asia Cross Country Rally, Teams






 

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