Autohersteller planen Preiserhöhungen in UK nach Brexit

21. Feb. 2019 I Autor: Maren Tamm-Headland I 330 mal gelesen
Autohersteller planen Preiserhöhungen in UK nach Brexit
Gilt als Symbolfigur für das Versagen der Briten beim Brexit: Wirrkopf Boris Johnson

Am 29. März 2019 endet nach heutigem Stand die Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs in der EU. Weniger als anderthalb Monate vor dem Austrittstermin ist immer noch unklar, wie es mit den britisch-europäischen Handelsbeziehungen anschliessend weitergeht. Bislang weigert sich das britische Parlament, einem Austrittsabkommen zwischen London und Brüssel zuzustimmen.

Porsche macht es vor: Blanko-Preis bei Auto-Bestellung

Bei einem "No-Deal-Brexit" gelten beim Handel mit der EU nur noch die Minimalstandards der Welthandelsorganisation WTO. Da laut diesen die EU auf Autoimporte aus Drittstaaten, mit denen es keine Freihandelsabkommen gibt, Einfuhrzölle von zehn Prozent erhebt, werden von Grossbritannien Zölle in derselben Höhe erwartet. Zehn Prozent höhere Kosten: Das können (oder wollen) die meisten Hersteller nicht einfach so wegstecken. Und bereiten ihre Kunden jetzt schon auf entsprechende Preiserhöhungen vor.



Britische Porsche-Käufer müssen seit dem 18. Januar bei der Bestellung eine Klausel in ihren Verträgen unterzeichnen, dass sie eine Preiserhöhung bei möglichen Importzöllen akzeptieren. Dieser könnte bis zu zehn Prozent betragen. Laut Medienberichten plant Volvo einen Preisanstieg in gleicher Höhe. Und auch weitere Hersteller schliessen solche Massnahmen nicht aus. Die Porsche-Strategie klingt simpel: Tritt der harte Brexit ein, bezahlen Kunden entweder zehn Prozent mehr oder müssen ihren Kauf stornieren. Somit kaufen sie eine Ware, deren Preis bislang nicht feststeht.

Ausser Aston Martin kein britischer Hersteller mehr

Honda hat angekündigt, seine britische Fabrik zu schliessen und nach Japan zu verlegen. Nissan hat ebenfalls weitere Investitionen in Grossbritannien ausgeschlossen, der britisch-indische Autobauer Land Rover baut massiv Arbeitsplätze ab. Doch trotz aller Risiken: Der Brexit bietet eine bisher unbekannte Testumgebung für die Autoindustrie. Wie wirkt sich ein höherer Preis auf das Auftragsvolumen aus? Welche Preiselastizität herrscht im Markt? Oder: Um wieviel geht die Nachfrage insgesamt zurück?

Die Briten selbst kümmern sich wenig um die Auswirkungen des Brexit, zu sehr überblenden "empirische" Versionen die Realität. Real hingegen ist, das es kaum noch einen britischen Autohersteller gibt. Bentley ist Volkwagen. Rolls Royce und Mini sind BMW. Jaguar und Land Rover gehören dem indischen Auto-Konzern Tata. Bleibt Aston Martin, der wie Asterix allein gegen den Rest kämpft. Der 29. März 2019 wird es zeigen...

hs/angenvoort/simon-kucher/ots | Fotos: Porsche, Volvo, Facebook

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