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Mazda CX-30 Skyactiv-X 2.0 - Anders mit besonderem Motor

26. Sep. 2019 I Autor: Hagen Greifenthal I 910 mal gelesen
Mazda CX-30 Skyactiv-X 2.0 - Anders mit besonderem Motor
Kodo Design nennt Mazda seine unverwechselbare Linie - mit dem CX-30 will man nun eine SUV / Crossover Lücke schliessen

Kaum ein Autohersteller steht so für Zuverlässigkeit wie Mazda. Und neben Mercedes (mit dem G) oder Toyota (mit dem Land Cruiser) hat Mazda auch einen echten Klassiker im Programm: Den Roadster MX-5. Der hat nichts von seiner Strahlkraft eingebüsst, doch das Geld wird inzwischen anderswo verdient. Der SUV-Sektor macht mittlerweile deutlich mehr als die Hälfte der Verkäufe der japanischen Marke in Deutschland aus. Jetzt kommt ein höher gelegter Fünftürer mit neuartigem Antrieb hinzu. Der Skyactiv-X-Motor, der zunächst im Mazda 3 vorgestellt wurde, kommt nun auch im neuen CX-30, den Mazda selbst als "Crossover" bezeichnet.

Der CX-30 basiert auf der Mazda 3 Plattform - ist aber grösser

Der Mazda CX-30 soll sich zwischen CX-3 und CX-5 einsortieren. Bislang war allerdings nicht bekannt, das zwischen diesen beiden Autos, von denen 2019 schon rund 25.000 in Deutschland neu zugelassen wurden, noch eine Lücke herrschte. Mit 4,40 Metern Länge ist er nicht grösser als ein Kompaktwagen, doch seine auffällige Kunststoff-Beplankung und die Karosseriehöhe von 1,54 Metern geben ihm eine stattliche Erscheinung. Die gefälligen Proportionen und die scharf akzentuierte Front zeigen die Merkmale des "Kodo-Designs", auch der ausgeprägte vordere Überhang weisen das Auto unzweifelhaft als Mazda aus - die Bodengruppe teilt sich der CX-30 übrigens mit dem Mazda 3 (falls Jemand ihn mal "Panzer" nennen sollte).





Das bereits im Mazda 3 eingeführte SPCCI-Triebwerk ist eine Mischung aus Otto- und Dieselmotor. Das Kürzel steht für "Spark Controlled Compression Ignition", was auf Deutsch etwas ungelenk klingt: "Funken-gesteuerte Kompressionszündung". Der Vier-Zylinder-Benziner läuft mit einem wesentlich höheren Luftanteil im Kraftstoffgemisch und mit erheblich erhöhter Verdichtung, das Kompressionsverhältnis entspricht eher Dieselmotoren. Wegen des "mageren" Gemisches ist die Selbstentzündung unter Druck nicht zwangsläufig, daher hilft bei Bedarf eine Zündkerze. Zwischen 15 und 20 Prozent weniger Spritverbrauch versprechen sich die Entwickler davon. Nach WLTP-Zyklus soll der CX-30 mit 5,9 Litern Super auf 100 Kilometern auskommen, für unsere (wesentliche kürzere) Testrunde errechnete der Bordcomputer allerdings rund 7 Liter.

Der Skyactiv Motor ist prima, aber er könnte einen Turbo vertragen

Die Laufkultur und die Drehfreudigkeit des 180 PS-Antriebs geben keinen Anlass zur Kritik. Mit 224 Newtonmetern Drehmoment liegt der Motor zwar oberhalb des ebenfalls zwei Liter grossen Standardaggregats, jedoch braucht er wegen des fehlenden Turboladers zur vollen Entfaltung dieser Durchzugskraft 3.000 Umdrehungen. Wer sich einer sparsamen Fahrweise befleissigt, wird jedoch früher schalten und so kaum in den Genuss der höheren Leistung kommen. Die ungewöhnliche Form von Gemischaufbereitung und Verbrennung ist dem Motor im Betrieb nicht anzumerken. Die gute Geräuschdämmung im CX-30 trägt zu einem ruhigen und entspannten Fahrgefühl bei. Der neue Motor wird das Angebot des CX-30 ab Oktober dieses Jahres ergänzen und bei Mazda geht man davon aus, das etwa ein Drittel der Kunden sich für diese Variante entscheiden wird.



Alternativ zum Skyactiv-X gibt es den 2-Liter Benziner mit 122 PS, der mit Front- oder Allradantrieb bestellt werden kann. In beiden Fällen ist ein 24 Volt Mild-Hybridsystem mit an Bord. Der Starter-Generator, der über einen Riemenantrieb mit der Kurbelwelle verbunden ist, bringt es auf 6,5 PS Leistung, die beim Beschleunigen zusätzlich abgerufen werden können. Das hilft der Spritzigkeit, denn der Verbrenner erreicht sein Drehmomentmaximum von 213 Newtonmetern erst bei 4.000 Umdrehungen.



Der von 2,2 Litern auf 1,8 Liter Hubraum verkleinerte Vier-Zylinder-Turbodiesel hat 116 PS Leistung, aber seine Drehmomentspitze von 270 Nm wird schon bei 1.600 U/min freigesetzt. Der druckvolle Antritt lässt ihn insgesamt agiler erscheinen als sein Benzin-Pendant. 5,1 Liter Treibstoff soll er auf der Normdistanz verbrauchen. Der Standardsprint wird in 10,8 Sekunden erledigt und 183 km/h als Spitzentempo angegeben. Für beide Triebwerke ist sechsstufiges Automatikgetriebe im Angebot, das den Wagen allerdings um 2.000 Euro verteuert.

Innen ist der CX-30 typisch Mazda - nur alles ein wenig höher

Nur die erhöhte Sitzposition erinnert daran, das man nicht in einer Kompaktlimousine unterwegs ist. Das Fahrwerk und die Lenkung reagieren gewohnt straff und präzise. Wer die nächste Kurve etwas flotter angeht, wundert sich vielleicht über die geringe Seitenneigung. Dass der CX-30 so locker und unprätentiös durch die Kehren eilt, ist dem G-Vectoring zu verdanken, mit dem Einlenkverhalten und Richtungsstabilität verbessert werden. Der tadellose Geräuschkomfort rührt daher, das ein neuartiger doppelwandiger Schallschutz zwischen Blech und Bodenteppich eingezogen wurde.





Nicht nur die Bodengruppe teilt sich der Wagen mit dem Mazda 3, sondern auch das Interieur ist grösstenteils nach dem Vorbild des Kompakt-Bruders gestaltet. Wer die elektrische Heckklappe öffnet, ist erstaunt über den einladenden Zugang. Dessen Breite und die bequeme Ladehöhe von 73 Zentimetern machen den CX-30 praktisch für Transporte aller Art. 430 Liter Kofferraum sind mindestens nutzbar, nach Umlegen der Rücksitzlehnen werden daraus 1.403 Liter.

Das Raumgefühl überzeugt, in den Kofferraum passt gut was rein

Da der CX-30 etwa zwölf Zentimeter länger ist als der 3er, kann man sich über ein gutes Raumgefühl auf allen Plätzen freuen. Knie- und Kopffreiheit sind auch für die hinten Sitzenden auskömmlich, was man von dem auf dem Mazda 2 basierenden Schwestermodell CX-3 nicht behaupten kann. Im Cockpit und andernorts rings um die Insassen sorgen weiche und aufgeschäumte Bezüge und Verkleidungen für ein angenehmes Ambiente.



Ein digitales Cockpit ist schon bei vielen Herstellern Standard, da macht Mazda keine Ausnahme. Neu ist das Head-up-Display, das auf eine ausfahrbare Reflektionsscheibe verzichtet und direkt in die Frontscheibe projeziert. Es hat eine saubere und gut ablesbare Schärfe und stellt die wichtigsten Fahrinformationen dar. Der mittig angebrachte und leicht zum Fahrer hin verschwenkte Monitor des Navigationssystems ist auffällig flach. Ergebnis ist ein extremes Querformat der Kartengrafik, was nicht immer den Bedürfnissen nach Orientierung gerecht wird.



Je nach Version sind serienmässig Alufelgen, das automatische Notbremssystem, Fernlichtassistent, Verkehrszeichenerkennung, Head-up-Display, Tempomat mit Abstandsradar, Spurhalteunterstützung mit Lenkeingriff und Aufmerksamkeitsassistent an Bord. Die Preise beginnen bei 24.290 Euro, für den CX-30 mit Skyactiv-X-Motor wird ein Basispreis von 26.790 Euro aufgerufen.

Technische Daten Mazda CX-30 Skyactiv-X 2.0

Länge x Breite x Höhe (cm): 440 x 180 x 154
Radstand (cm): 266
Motor: R4-Benziner, 1.998 ccm, Direkteinspritzung
Leistung: 180 PS bei 6.000 U/min
Max. Drehmoment: 224 Nm bei 3.000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 204 km/h
Beschleunigung 0 auf 100 km/h: 8,5 Sek.
WLTP-Durchschnittsverbrauch: 5,9 Liter
CO2-Emissionen: 105 g/km (Euro 6d)
Leergewicht / Zuladung: 1.443 kg / 522 kg
Kofferraumvolumen: 430 - 1.406 Liter
Max. Anhängelast: 1.300 kg
Basispreis: 26.790 Euro

hs/greifenthal/Axel F. Busse/ampnet | Fotos: Mazda Deutschland




 

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